Medizinische Versorgung

Medizinische Versorgung während des Asylprozesses

Was muss ich beachten?

Wenn Du weniger als 15 Monate in Deutschland lebst


Wenn das Asylverfahren noch nicht abgeschlossen ist und du dich noch nicht seit 15 Monaten in Deutschland aufhältst, hast Du vermutlich noch keine elektronische Gesundheitskarte. Das bedeutet, dass Du nicht einfach zu einem Arzt deiner Wahl gehen kannst, sondern einen Behandlungsschein benötigst. Diesen Behandlungsschein bekommst Du nur, wenn Du akut krank bist, unter Schmerzen leidest, oder schwanger bist. Entweder deine Sozialbetreuung oder die ArzthelferInnen der jeweiligen Arztpraxis erfragen diesen Schein beim Sozialamt. Dafür ist es gut, den Kontakt der Ansprechperson des Sozialamts bei sich zu haben und zeigen zu können.

Du solltest bei Beschwerden zuerst einen Hausarzt aufsuchen. Dieser kann dann an einen Facharzt überweisen; die Überweisung und der Grund dafür muss jedoch vom Landratsamt geprüft werden. Das bedeutet, dass du normalerweise einen Termin beim Gesundheitsamt bekommst und dort von einem Amtsarzt untersucht wirst. Erst danach kann ein Termin beim Facharzt vereinbart werden. Das alles nimmt einige Zeit in Anspruch, daher solltest du die Überweisung bei Bedarf so schnell wie möglich beim Landratsamt einreichen.


Wenn Du länger als 15 Monate in Deutschland lebst

Solltest du schon länger als 15 Monate in Deutschland leben, kannst du eine elektronische Gesundheitskarte beim Sozialamt beantragen. Damit kannst du direkt zum Arzt gehen. Zu Beantragung kontaktiere bitte deine zuständige Sozialbetreuung.


Wenn Dein Asylverfahren abgeschlossen ist


Wenn dein Asylverfahren bereits abgeschlossen ist, musst du dich bei einer Krankenkasse deiner Wahl versichern. Am besten ist es, wenn du mit deinen Ausweisdokumenten in das Büro der Krankenkasse gehst, und dort den Antrag auf Mitgliedschaft ausfüllst. Nach wenigen Wochen wirst du dann eine elektronische Gesundheitskarte erhalten.


Weitere Informationen findest du auch hier beim Online-Ratgeber des Bundesministeriums für Gesundheit.
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